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Ein Leserbrief aus MO März Nr.3/2012

Verfasst: 04.03.2012, 14:50
von KLR650Tengai
Folgender Leserbrief habe ich in der aktuellen MO vom März (NR.3/2012) gefunden.

Dieter Freiwalder hat geschrieben:Kawasaki-Problem

Vibrationen

Meine Kawasaki Tengai habe ich seit 15 Jahren.
Ich weiß, das Motorrad fällt inzwischen in der Coolness-Wertung ziemlich durch, trotzdem ist es mir irgendwie ans Herz gewachsen.
Seit geraumer Zeit meine ich, dass die Vibrationen des Einzylinders deutlich zugenommen haben.
Das Motorrad hat 63500 Kilometer abgeleistet und ich weiß, das großvolumige Singles nicht ewig leben.
Bevor ich aber ans große Motorzerlegen gehe, hätte ich gerne gewusst, ob es einschlägige Erfahrungen zum Kawasaki-Einzylinder gibt und ob vielleicht auch eine harmlose Erklärung mein Gewissen beruhigen könnte.
MO hat geschrieben: Lösung:
Glückwunsch zur Tengai.
Wie man an Ihrem Beispiel sieht: Ein weithin unterschätztes Alltagskrad.
Für spürbar mehr Vibrationen gibt es Erklärungen.
Die naheliegende ist Verschleiß.
Die Lagerspiele haben zugenommen, und somit sind auch die Schwingungen härter, deutlicher geworden.
Der Tengai-Single verfügt über eine kettengetriebene Ausgleichswelle zur Eindämmung der für Einzylinder typischen Vibrationen.
Die Antriebskette dieser Ausgleichswelle könnte verschlissen sein, womit sich ihre Wirkung abschwächt und die Vibrationen zunehmen.
Dritte und einfachste Erklärung für mehr Vibrationen sind gelockerte Befestigungsschrauben der Motoraufhängung.
Überprüfen Sie also, ob der Single noch fest mit dem Tengai-Chassis verbunden ist.
Wenn nach dem Check der genannten Punkte immer noch Fragen offen sind, empfehlen wir:
weiter fahren, bis zum Exitus.
Dann lohnt sich die Revision wirklich.
Und: Der Kawa-Single reagiert empfindlich (Nockenlagerung) auf zu geringen Ölstand. Deshalb häufig kontrollieren.

Verfasst: 04.03.2012, 16:01
von KLR600
Nett, die geben sich ja richtig Mühe!

Verfasst: 04.03.2012, 16:06
von Chef
... die sollen den bei uns vorbeischicken :D
Da wird dem Mann vernünftig geholfen.
Obwohl der Tipp mit der verschlissenen Ausgleichskette ja nah dran war...


Gruß Chef

Verfasst: 04.03.2012, 16:14
von tobias_
Haha, der mit dem weiterfahren bis zum Exitus klingt sehr durchdacht ...

Hat der gute die Ausgleichskette mal nachgespannt?

Meine Antwort

Verfasst: 04.03.2012, 16:15
von KLR650Tengai
Mein Leserbrief an MO zu diesem Leserbrief:
Hallo liebes MO-Team,

in der Ausgabe NR.3 März2012 habt ihr auf Seite 86-87 einen Leserbrief eines Dieter Freiwalder abgedruckt.
Darin beschreibt er ein Problem mit seiner Kawasaki Tengai.
Ich bin selbst Tengai Fahrer und würde dem Herrn Freiwalder dringend empfehlen sich mit seinen Problemen mal an Spezialisten dieses Modells zu wenden.
Auf der Seite http://klr650.de sind viele KLR-Fahrer die sich bestens mit den alten Kawas und deren Problemchen auskennen.
Generelle Schwachstelle der KLR ist die Ausgleichskette inklusive ihrer Spannvorrichtung, dem sogenannten Doohickey.
Die Steuerkette längt sich gerne ungleichmäßig, daher könnten die Vibrationen kommen.
Der Ausgleichskettenspanner (Doohickey) und dessen Feder brechen sehr gerne woduch es häufig zu kapitalen Motorschäden kommt.
Wenn der Spanner bzw. dessen Feder gebrochen sind, stimmt die Spannung der Kette nichtmehr wodurch Vibrationen entstehen.
Ein weiterer Faktor für die Vibrationen könnte der Keihin CVK Vergaser sein.
Da würde simples ultraschallen genügen.
Zu Ihren Lösungen kann ich nur sagen das ich noch nie davon gehört habe das sich an einer Tengai die Befestigungsschrauben der Motoraufhängung gelöst haben!
Zu dem Tipp mit dem Ölstand empfehle ich noch nie über die Max-Markierung aufzufüllen, sondern besser immer darunter bleiben!!
Wenn der Ölpegel zwischen Halb und Dreiviertel der Markierungen Min und Max liegt ists Perfekt.
Trotz der Einfachkeit des KAWA-Singles gibt es doch einige Eigenheiten und Problemzonen.
Kompetente Hilfe gibts auf http://klr650.de

Gruß
Grünen Gruß


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Verfasst: 04.03.2012, 16:42
von Nordlicht
Zu dem Tipp mit dem Ölstand empfehle ich noch nie über die Max-Markierung aufzufüllen, sondern besser immer darunter bleiben!!
Wenn der Ölpegel zwischen Halb und Dreiviertel der Markierungen Min und Max liegt ists Perfekt.
Und genau das ist falsch, damit zerstörst du deinen Motor, weil du mit 0,5l zuwenig unterwegs bist.

Verfasst: 04.03.2012, 17:50
von tobias_
Ja klasse überlegt!
Für was ist wohl die Min. Markierung? Richtig, das Öl darf nicht unter der Markierung sein. Diese ist jedoch vorsichtig gewählt.
Solange der Ölstand irgendwo zwischen Min. und Max ist, ist alles ok. Wenn du über Max einfüllst, kann unter Umständen der Motor kaputt gehen.

Verfasst: 04.03.2012, 17:53
von Nordlicht
Wieder falsch.
Du sollst 2.5l einfüllen, dann schau mal, wie das am Glas aussieht.

Aber, es sind Eure Motoren. Ich höre schon das Gejammer...

Verfasst: 04.03.2012, 17:54
von Bonjek
Nordlicht hat geschrieben:
Zu dem Tipp mit dem Ölstand empfehle ich noch nie über die Max-Markierung aufzufüllen, sondern besser immer darunter bleiben!!
Wenn der Ölpegel zwischen Halb und Dreiviertel der Markierungen Min und Max liegt ists Perfekt.
Und genau das ist falsch, damit zerstörst du deinen Motor, weil du mit 0,5l zuwenig unterwegs bist.
Eine Erklärung dazu hätte ich gerne.

Verfasst: 04.03.2012, 17:56
von tobias_
Nordlicht hat geschrieben:Wieder falsch.
Du sollst 2.5l einfüllen, dann schau mal, wie das am Glas aussieht.
Es kommt darauf an, ob du einfach einen Ölwechsel machst und dann 2.5l einfüllst, oder ob du einen trockenen Motor befüllst.

Aber mir ist schon klar dass du allwissend bist, die bei Kawasaki haben eh nichts überlegt als sie den Motor gebaut haben, das Schauglas mit min. max Markierung ist für lustig da, bzw. um die Leute reinzulegen.

Immer nur falsch sagen kann ich auch, aber kommt auch noch was fundiertes/mit Begründung???